Eine kurze Autobiographie

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Eine kurze Autobiographie

Agustí Chalaux i de Subirà

(* 19. Juli 1911 in Sant Genís dels Agudells; † 26. April 2006 in Barcelona)

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Agustí Chalaux i de Subirà (1911-2006)

Ich wurde am 19. Juli 1911 in Sant Genís dels Agudells, einem kleinen Dorf mit 15 EinwohnerInnen in der Nähe Barcelona geboren.

Mein Vater war ein französischer Industrieller, der eine Wollfärbefabrik in der Almogàvers Strasse in Barcelona besaß. Meine Mutter stammte aus der Subirà- Familie, einer traditionell katalanischen Familie mit monarchistischen Neigungen.

Mit vier Jahren wurde ich zu Montessori Schule geschickt, eine der ersten Montessori Schulen in Europa.

Als Kind spielte ich mit den Arbeitern der Fabrik. Da wir über der Fabrik wohnten, sah ich sie häufig.

Bereits als Kind habe ich von Joan Bardina gehört, der ein Bekannter meines Vaters war. Mein Vater unterstütze Bardina finanziell bei seinen Schulexperimenten — z.B. der „Escola de Mestres“ (Schule für GrundschullehrerInnen). Leider habe ich Joan Bardina nie persönlich kennen gelernt.

Mit neun Jahren schickten mich meine Eltern nach Frankreich, um dort zur Schule zu gehen. Ich blieb in Toulon bis zum Abitur.

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Horace Finaly (1871-1945)

Mit 14 Jahren lernte ich dort den Bankier Horace Finaly kennen. Ich ging eine Strasse entlang und entdeckte ein Plakat, auf dem eine Veranstaltung angekündigt wurde: Die Rolle der Bankiers in der Gesellschaft. Ich ging dorthin. Der Saal war voller bärtiger Männer. Als Finaly seine Rede beendet hatte, bat er um Publikumsmeinungen. Ich meldete mich, aber da ich so klein, war, dass mich niemand sah, wurde ich auf einen Stuhl gehoben. Finlay bat mich, ihn nach der Veranstaltung zu treffen. Durch diese zufällige Begegnung entstand eine Freundschaft, die 14 Jahre dauern sollte. Ich traf mich regelmäßig mit Finaly und er erzählte mir aus seinem Leben, erläuterte mir seine Ansichten, unterrichtete mich und führte mich in seine Welt ein: die unbekannte Welt der Banken und Finanzen. Er pflegte zu sagen: «Wenn du das alles verstehst und etwas damit anfangen kannst, braucht mich das nicht mehr zu bekümmern, denn dann werde ich die Radieschen von unten betrachten (Original: serai chauve)».

Drei Jahre nach unserer ersten Begegnung, passierte etwas Besonderes. Ich hatte eine der üblichen Verabredung mit Finaly um halb neun abends. Bei meiner Ankunft informierte mich sein Diener, dass Monsieur Finaly noch in einer wichtigen Besprechung sei und bat mich, in der Bibliothek zu warten.

Dort schaute ich mir zuerst die Bücher an. Dann setzte ich mich an den Schreibtisch und bemerkte, dass die Schubladen nicht verschlossen waren. Zitternd wegen meiner Kühnheit begann ich sie zu öffnen. Sie waren voll mit sorgfältig geordneten und genau beschrifteten Aktenmappen. Ich gab mit Mühe, die Anordnung der Mappen nicht zu verändern. Auf dem Grund der untersten Schublade fand ich eine Mappe mit der Aufschrift: Vertraulich. Ich begann ihren Inhalt zu lesen, ohne aber viel davon zu verstehen. Für mich war das alles sehr neu. Es war der Bericht über ein Treffen, das 1919 in Paris statt gefunden hatte. Die einzigen Teilnehmer waren J.P. Morgan, Sir Henry Deterding und Finaly selbst als Gastgeber. Obwohl das Treffen nur zwischen diesen dreien stattfand, wurden während des Treffens verschiedene Experten um ihre Meinung zu bestimmten Fragen gebeten. An die Namen dieser Experten erinnere ich mich nicht mehr. Das Interessanteste war eine Art Zusammenfassung am Ende der Aufzeichnungen.

Diese enthielt folgende Punkte:

Erstens. Nach Meinung der Experten, aber auch der wichtigsten Ökonomen und vor und während des ersten Weltkrieges, konnte der Goldvorrat der Welt die Kriegskosten höchstens für drei Monate decken. Darum hatten die großen Bankiers und Finanziers den Regierungen vorgeschlagen, die Bindung der verschiedenen Papierwährungen an den Goldpreis aufzugeben, zumindest innerhalb der einzelnen Staaten.
Zweitens. Wenn auch die Auflösung der Goldpreisbindung während des Krieges eine notwendige und richtige Entscheidung war, könnte nun, nach dem Weltkrieg, wieder eine feste Geldbindung angestrebt werden, die nach Ansicht der Experten den internationalen Banken und Angehörigen der mächtigen Klassen sogar größere Gewinne verschaffen würde.
Schlussfolgerung. Die Teilnehmer an dem Treffen entschieden sich gegen die Rückkehr zu einer festen Geldbindung und optierten für die Beibehaltung der frei flotierenden Papierwährungen. Zum einen hatten sie genug Geld, zum anderen ermöglichten ihnen die frei flotierenden Währungen das (schmutzige) Spiel der Plutokratie (Geldherrschaft).

Während ich fasziniert diesen Bericht verschlang, erhielt ich plötzlich eine gewaltige Ohrfeige, die mich von den Beinen riss. Während ich noch benommen auf dem Boden lag, kehrte Finaly zu seiner üblichen freundlichen Haltung zurück, half mir auf und bat mich um Entschuldigung. Er machte mir klar, welchen Vertrauensbruch ich begangen hatte, als ich in seinen offenen Schubladen herumstöberte. Er sagte, keiner seiner Angestellten hätte sich derartiges herausgenommen (Ich wage das zu bezweifeln, aber wahrscheinlich hatte Finaly mehr Spione in den Häusern der anderen als diese bei ihm).

Anschließend aßen wir zu Abend. Niemand hatte etwas von Finalys Strafpredigt mit bekommen. Während des Essens fragte er mich, was ich von dem Bericht verstanden hätte.

«Fast nichts», sagte ich.
«Was um alles in der Welt ist eine Plutokratie?», fragte ich ihn dann.
«Immer mit der Ruhe», antwortete er. «Ich werde es dir schon noch erklären».

An diesem Tag erklärte er mir nichts. Aber später gab er der Versuchung nach, mich in die atemberaubenden Geheimnisse der internationalen Finanzwelt einzuweihen. Er breitete sein ungeheures Wissen vor mir aus und ich lernte begierig. Ich muss wohl unbewusst gespürt haben, welche Bedeutung die große Finanzwelt hat. Finaly eröffnete mir eine völlig neue Welt.

Finaly führte mich nicht nur in die Geheimnisse der internationalen Finanzwelt ein, sondern erschloss mir auch die nur mündlich überlieferte Welt Platons. Er war ein sehr einflussreicher Mann von hoher Bildung. Er war jüdischer Herkunft, wurde 1871 in Budapest geboren und starb 1945 in New York. Er folgte seinem Vater Hugo (1844-1914) an der Spitze der Banque de Paris et de PaysBas. Unter seiner Leitung stieg die Banque de Paris et de PaysBas zu einer der führenden Banken Frankreichs auf.

J.P. Morgan junior, ein weiterer Teilnehmer an dem Geheimtreffen, wurde 1867 in Irvington, New York geboren und starb 1943 in Boca Grande in Florida. Er hatte die Leitung seiner Firma S P Morgan and Co bereits von seinem Vater übernommen. Während des ersten Weltkrieges unterstützte er die Alliierten in großem Maße finanziell. Die Morgan Bank war der französischen Regierung auch während der Finanzkrise von 1926 von großem Nutzen.

Der dritte Teilnehmer an der Konferenz, Sir Henry Deterding, war ein bedeutender holländischer Industrieller. Ab 1901 war er Generaldirektor der niederländischen Royal Dutch Petroleum Company, die 1907 mit The Shell Transport and Trading Company Ltd London zu der berühmten Royal Dutch/Shell fusionierte. Shell wurde dadurch zum wichtigsten Konkurrenten der US-amerikanischen Standard Oil Company. Deterding wurde 1866 in Amsterdam geboren und starb in St. Moritz 1939.

Angestachelt durch meine neuen Erkenntnisse begann ich Wirtschaftswissenschaften in Paris zu studieren. Finaly spottete oft über die Fragen und Probleme, mit denen ich mich während meines Studiums beschäftigte. Seiner Ansicht nach waren die Inhalte, die in diesem Fach an den Universität gelehrt wurden, sehr wenig wissenschaftlich fundiert.

Auf Anraten Finalys und dem Wunsch meines Vaters entsprechend schrieb ich mich dann für Chemie an der Escuela de Quimica in Mühlhausen ein. In dieser Schule wurde mir jegliche Form idealistischen Denkens, ja meine ganze bisherige Beredsamkeit, gründlich ausgetrieben. Ich musste dort lernen: «die Phänomene werden mit präzisen Methoden untersucht, unabhängig von deinen ethischen Überzeugungen, deinen Idealen und Ideologien oder deinen Gefühlen. Ein Phänomen ist ein Phänomen, eine objektive Sache, die man studieren und dokumentieren kann. Wenn du dich auf die Untersuchung eines Phänomens konzentrierst, sollst du nichts anderes nebenbei tun. Die Logik taugt nur zur Untersuchung von Phänomenen und zu sonst gar nichts. Die Logik ist ein Konzentrationslager, du kannst aber frei entscheiden, wann du dort eintrittst und wann du sie verlässt (nicht wie bei der Religion). Wenn du die Logik nicht anwenden möchtest, tu was du willst, für den Alltag ist die Logik nicht zu gebrauchen». Diese Grundsätze haben mir viel gebracht.

Die Anwendung dieser wissenschaftlichen Methodik die —präzise und genau— auf physikalische und chemische Phänomene angewendet wurde, habe ich danach mit derselben Präzision und Genauigkeit auf das Studium von sozialen und ökonomischen Phänomenen angewandt.

Der Versuch, mit dieser Methode politische Phänomene zu untersuchen, hat zu unzähligen Konflikten geführt. Jedes mal wenn ich ein Mitglied einer politischen Partei gefragt habe: «Was wollt ihr erreichen» haben sie mir geantwortet: «Wir wollen Gerechtigkeit, Freiheit, Gleichheit... dieses oder jenes verteidigen...». Wenn ich dann fragte: «Welche Phänomene wollt ihr untersuchen, welche konkreten Lösungen schlagt ihr vor?», habe ich nie eine andere Antwort bekommen als Palaver und noch mehr Palaver. Und jetzt bin ich über 80 Jahre alt und war mein Leben lang ein Einzelgänger, der sich intensiv mit verschiedenen menschlichen Phänomene beschäftigt hat, immer auf der Suche nach konkreten Vorschlägen, die in die Praxis umgesetzt werden können.

Bei meinen gelegentlichen Besuchen in Barcelona traf ich mich mit den Arbeitern der Fabrik und denen der Textilgewerkschaft in Clot. Ich lernte Ferriol und eine ganze Gruppe sehr intelligenter junger Menschen kennen. Ich traf wieder auf die libertären Kreise, die ich schon mit der Muttermilch in der Fabrik aufgesogen hatte. Der Kontrast zwischen den starken Idealen der damaligen Zeit und der Manipulation der idealistischen Ideen durch eine Gruppe von Realisten, die nur ihren persönlichen Vorteil suchten, machte mir sehr zu schaffen. Ein Arbeiter, der Jesus Christus von den Ramblas genannt wurde, sagte mir: «Du musst einen Weg suchen, um die Ideale in die Wirklichkeit umzusetzen, weil es zwar sehr hübsch ist, von Idealen zu leben, aber es führt nirgends hin. Du musst einen Weg suchen, um uns völlig zu befreien».

Eines Tages, erklärten Llopis, el Malo (der Böse) und ich uns nach einer Versammlung in Palestra1 gegen die Versammlung. Wir fanden, dass in Palestra zu sehr versucht wurde, die tschechische Jugend zu imitieren, die damals sehr in Mode war. Also haben wir unseren eigenen Verein gegründet, den wir Via fora nannten. Der damalige Katalanismus (Lliga Regionalista, Acció Catalana...) war bürgerlich und niemand beschäftigte sich mit dem katalanischen Volk. Dieses Volk voller libertärer Ideale, die es nicht umsetzen konnte.

Ich verfügte also über Finalys Erkenntnisse und die wissenschaftlich Methode von Mühlhausen. Die Ereignisse von 1936 zeigte mir auf brutale Art und Weise, dass libertäre Ideen nicht ausreichen, um eine Revolution zu machen.

Das erste was ich lernte, war, dass ein Generalstreik in dem Moment scheitern muss, wo die Leute das Haus verlassen, um Lebensmittel zu kaufen. Also musste ein Generalstreik so vorbereitet werden, dass die Leute Verpflegung für einen Monat zu Hause haben, bevor sie streiken.

Die zweite Lehre war, dass man nicht eine Revolution anzetteln sollte, ohne über die geeigneten Mittel zu verfügen, sie auch zu Ende zu bringen und ohne das dafür notwendige Geld.

Zwei Gespräche, die ich in den ersten Mokanten des Krieges führte, machten mir die Notwendigkeit, eine Revolution gut vorzubereiten, noch mal sehr eindringlich klar.

Der Funke sprang im September 1936 über, als der Abad de Santillán mir in Bezug auf das Geld und die Bank etwas sagte, was das bestätigte, was ich aus meinen langen Unterredungen mit dem Bankier Finaly gelernt hatte: «Wir haben den Krieg und die Revolution verloren, weil wir nicht, direkt am Anfang, das Geld und die Banken in den Dienst des Volkes gestellt haben; wir haben, wie Schuljungen, gedacht, Waffen und Gewalt reichen aus».

Diese Erklärung des Abad de Santillán wurde durch die Worte eines anderen Führers der CNT bestätigt, Mariano Vázquez: «Zwanzig Jahre haben wir uns darauf vorbereite, den Mond zu fangen, jetzt, wo wir ihn haben, wissen wir nicht, was wir mit ihm anfangen sollen. Wir haben alle Wege der Revolution studiert und ausprobiert, aber wir haben waren nicht auf die absolute Macht vorbereit, die uns die Revolution verschafft hat».

Nach dem Gespräch mit dem Abad de Santillán entschied ich mich dafür, das Problem grundsätzlich anzugehen, nach der realistischen Methode, die ich in Mühlhausen gelernt hatte: jedes Phänomen kann durch eine genaue Analyse und die mathematische Umsetzung der Ergebnisse der Analyse gelöst werden, wenn man die entsprechende Mühe daran setzt. Diesen Preis wollte ich bezahlen, mit meinem ganzen Leben und dem derjenigen, die dieselbe Berufung in sich fühlten, sich für das Gemeinwohl einzusetzen.

Seit dieser Zeit begann ich meine Studien und Untersuchungen aufzuschreiben. Die meisten dieser Unterlagen gingen bei zwei Gelegenheiten verloren. 1939 verbrannte der Direktor der Fabrik alle meine Papiere, um Durchsuchungen zuvor zu kommen. Als ich später in Frankreich wieder Material zusammen hatte, musste ich 20 Koffer voll Papier im Haus eines Freundes zurück lassen. Ich habe nie mehr was von ihnen gehört.

Den spanischen Bürgerkrieges erlebte ich aufgrund meiner französischen Nationalität als kritischer und aktiver Beobachter. Ich arbeitete mit den Gewerkschaften zusammen und war als Verwalter der Fabrik tätig, die nie kollektivisiert wurde und voll arbeitete. 1939, angesichts der unmittelbar bevorstehenden Eroberung Barcelonas zog ich es vor, nach Paris zu gehen.

Der Beginn des Zweiten Weltkrieges erwischte mich also in Paris. Ich wurde in die Artillerie eingezogen. Fast unmittelbar darauf besetzen die Deutschen Paris und die Petain Regierung demobilisierte uns wieder. Ich widmete mich erneut meinen Studien und Gedanken. Ein Freund meiner Familie lud mich ein, in seinem Haus mein Buch zu schreiben. Dort blieb ich neun Monate. Immer wieder wälzte ich dasselbe Problem. Dann zwang mich die Anzeige eines Nachbarn, der mich als „Parasiten“ denunzierte, zur Flucht. Trotz des Drängens meines Freundes musste ich wieder von 5 Uhr morgens bis 8 Uhr abends, einschließlich der Samstage, mein Brot verdienen — als bewusster und organisierter Proletarier. Zum Studieren kam ich nicht mehr.

Doch dann hatte ich Glück. Aufgrund einer Zeitungsanzeige fand ich eine Stelle als Privatsekretär. Es war nicht viel zu tun, ich hatte einen Schreibtisch, Papier, genug zu Essen. Ich nahm meine Studien wieder auf.

Bei meiner Rückkehr nach Barcelona 1945 verlor ich alle meine Bücher und Papiere. Aber da mein Kopf und mein Gedächtnis noch funktionierten, sah ich mich wenigstens dem Zwang enthoben, auf meine eigenen Texte mit ihren eventuellen Irrtümern —die trotz aller Mühen immer möglich sind— festgelegt zu sein.

In diesen Jahren war ich ein eifriger Leser der Semana Internacional, die Joan Bardina in Chile herausgab. Diese Lektüre regte mich zu zahlreichen und originellen Ideen an. Viele davon teile ich bis heute.

Bis 1956 glaubte ich an die bewaffnete Revolution. Dann, seit der Besetzung Ungarns, und durch die Analyse vieler historischer Fehlschläge, sah ich ein, dass die Gewalt nicht der richtige Weg war. Durch Gewalt kann der Staat nicht zerstört werden, weil er über alle Mittel verfügt, um sich zu erhalten (Armee, Polizei, Geld, Waffen...) Seitdem trete ich für eine intelligente und aktive Gewaltlosigkeit ein. Das heißt die Gewaltlosigkeit muss das Gewissen, die Handlungsweise und die Intelligenz des Gegners herausfordern, und nicht nur sein Gewissen, da es meistens sehr mühsam ist, das Gewissen seines Gegners aufzuwecken.

Auch heute kann man noch Politik machen, aber es muss eine intelligente Politik sein. Normalerweise können diejenigen, die innerhalb des im System sind, sich kein anderes vorstellen, aber sie sind auch unfähig, Politik innerhalb des Systems zu betreiben.

Ich klaue Ideen. Eigene Ideen habe ich sehr wenige, weil ich der Meinung bin, dass das Rad nicht neu erfunden werden muss. Die Welt ist so alt, dass viele gute Ideen bereits gedacht worden sind.

Von meinem Leben in Barcelona bleibt noch zu berichten, dass ich mich so einseitig und total auf die revolutionäre Utopie der intelligenten und aktiven Gewaltlosigkeit und der praktischen Lösungen gestürzt habe, das alle vor mir weglaufen. Aber, seit ich die Arbeit als Chemiker aufgegeben habe und mir nicht mehr den Kopf zerbrechen muss, wie ich meinen Lebensunterhalt verdiene, verbringe ich meine Zeit damit, mich mit Freunden zu treffen, Freunden, die meine bescheidene kleine Utopie teilen.



1. Katalanische patriotische Vereinigung. Gegründet 1931 in Barcelona durch eine Freundesgruppe um Josep M. Batista i Roca. Sie organisierte Kurse zur Geschichte, Literatur, Dialektik, usw.

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